Auch am Ätna wird Weinbau betrieben

Italien: »Volcanic Wines« von Nord bis Süd

Simon Staffler, 18.09.2018

Am Ätna auf Sizilien wurden die ersten zehn Jahre der »Volcanic Wines« zelebriert. Diese Weine verbindet der vulkanische Boden und eine ausgeprägte Mineralik.

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Von Soave im Veneto bis nach Milo in Sizilien sind sie quer über Italien verstreut, die Weinbaugebiete, die sich auf vulkanischem Gestein befinden. Es sind dies Soave, Gambellara, die Colli Euganei, die Colli Berici und Lessini Durello im Veneto, Frascati und die Tuscia im Latium, Orvieto in Umbrien, Vulture in der Basilicata, Pitigliano und Sovana in der Toskana, die Campi Flegrei am Vesuv und der Ätna. Mit der Dachmarke Volcanic Wines wollen sie in Zukunft ihren Eigenheiten und Gemeinsamkeiten mehr Sichtbarkeit geben. Diese sind eine ausgeprägte Mineralik sowie deutlich wahrnehmbare Noten nach Salz in Nase und Mund, unterstützt von hervorstechender Saftigkeit im Trunk. Noten vom Rauch, Jod, und Feuerstein ziehen sich durch die spannende Verkostung der Weine. Ausschlaggebend dafür sind hauptsächlich Basalt, Bims und Tuff auf denen sie wachsen. Diese Vulkangesteine sind sehr porös und können bis zu 100 Prozent vom Eigengewicht an Wasser aufnehmen und es sehr langsam wieder frei geben. Sie sind ideale Wasserspeicher für die Wurzeln der Rebe, vor allem in sehr trockenen und heißen Jahren. Die Wurzen atmen besser und nutzen den Kontakt zum Felsen, um die in den Steinen enthaltenen Gase und Mineralstoffe aufzusaugen. Gemeinsamkeiten unterstreicht auch Sandro Gini, Präsident des Konsortiums Soave: »Wir sind alles befreundete Mitspieler, die den Charakter unserer Weine in einer gemeinsamen Promotion bündeln wollen. Unsere Weine sind speziell und weltweit einzigartig. Dies gilt es zu kommunizieren.« Es gibt weltweit nur knapp 20 vulkanische Weinbauregionen, vom Kaiserstuhl über Kalifornien bis nach Australien. »Es ist sehr schön, dass nach einigen Wechseln an der Spitze der verschiedenen Konsortien wir nun alle vermehrt an einem Strang ziehen. Wir sind in Italien eine Rarität, da wir den Norden mit dem Süden verbinden, um ein gemeinsames Projekt voranzutreiben«, so Gini stolz.

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