Jahrgang 2020: Elegant und fruchtig im Jahr der Pandemie

Peter Moser, 24.06.2022

Der Jahrgang 2020 gestaltete sich für Österreichs Winzer in vielfältiger Weise als Herausforderung. Zum einen stellte der sehr wechselhafte Witterungsverlauf die Flexibilität der Winzer ständig auf die Probe, zum anderen verlangte die Corona-Pandemie eine auf Sicherheit abzielende Adaption sämtlicher Arbeitsgänge im Weingarten wie im Keller.

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Ein kaltes und trockenes Frühjahr hatte den Austrieb der Reben zunächst verzögert, ab April sorgte eine signifikant hohe Anzahl von Sonnenstunden für eine zügige Entwicklung der Reben, die gefürchteten Spätfroste blieben aus. Die Blüte war bei den meisten Sorten Mitte Juni abgeschlossen, nur punktuell gab es Einbußen durch Verrieselung. Der Sommer brachte viele heiße Tage, immer wieder unterbrochen von Niederschlägen, der Druck durch Pilzkrankheiten ließ die Winzer wachsam bleiben. Leider gab es auch während der Reifeperiode lokale Hagelereignisse, zum Beispiel im Donauraum, wobei die Wachau besonders hart getroffen wurde. Dank der Niederschläge nahmen die Reben und Trauben sonst im Großen und Ganzen eine weitgehend stressfreie Entwicklung. Das Finale des Weinjahres 2020 brachte für die Winzer einerseits überdurchschnittlich viele Sonnenstunden, was eine optimale Reife der Trauben beförderte, Ende des Monats brachte ein Kaltlufteinbruch aber auch starke Niederschläge mit sich.

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