Bei der Lagerung in japanischer Eiche gibt das Holz seinen Geschmack ab – das erdige Aroma macht den Whisky spannend.

Japans Shootingstar: Whisky

Erhard Ruthner, 20.10.2016

Japanische Whiskys zählen mittlerweile zu den besten der Welt. Ein weltweiter Hype, der überrascht.

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Der Schock der Schotten war groß. In der jährlich erscheinenden »Jim Murray’s Whisky Bible«, einem britischen Ranking der weltbesten Whiskys, landete vor zwei Jahren erstmals kein einziger schottischer Scotch unter den ersten fünf. Es kam aber noch schlimmer: Auf Platz eins fand sich zur allgemeinen Verwunderung ein Whisky aus Japan. Ein Exote aus den Brennblasen der Söhne Nippons als bester Whisky der Welt? Wie kann das sein? Jim Murray beschrieb den damaligen Preisträger jedenfalls als »dicht, trocken und abgerundet wie eine Billard-kugel«. Von dem »Schottenschocker« (Spiegel online) mit dem Namen »Yamazaki Single Malt Sherry Cask 2013« wurden rund 16.000 Flaschen produziert. Bereits 2001 bewertete das renommierte »Whisky Magazine« erstmals japanische Whiskys in Blindverkostungen. Die Überraschung dabei: Schon damals schnitten die Japaner sehr gut ab. Das brachte Japan in das Bewusstsein der Fachleute und auch der Konsumenten. Seit 2003 gibt es eine eigene Kategorie für japanischen Whisky, bei der im ersten Jahr »Hibiki 21 years« (Suntory) gewann, gefolgt von »Yoichi 10 years« (Nikka) und »Yamazaki 1991 Bourbon Cask« (Suntory). Im Ranking aller Whiskysorten kam »Hibiki 21 years« auf Platz neun. Seither liegt japanischer Whisky mit beeindruckender Regelmäßigkeit vor seinen schottischen Kollegen ganz weit vorne.

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