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Ich bin in unserem Heurigen aufgewachsen«, sagt Johanna Gebeshuber und fügt hinzu, »mir war immer schon klar, dass ich ihn später einmal übernehmen werde.Jeder sollte das machen, was ihm am meisten Spaß macht.« Gesagt, getan. 2012 übernahm die damals 42-Jährige den traditionellen Familienbetrieb, der tatsächlich schon seit 1700 existiert und seit ewigen Zeiten von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Und weil sich zum Glück an der Gebäudestruktur wenig bis gar nichts geändert hat, ist das Puristische dieses Edelheurigen bis heute geblieben. Sogar die Fenster sind alt. »Früher gab es hier auch hauseigene Stallungen mit Pferden und Schweinen, aus denen das Speisenangebot produziert wurde«, sagt Johanna Gebeshuber. Es ist aber nicht nur die ganz spezielle Heurigenatmosphäre, die diesen Betrieb auszeichnet. Es sind ebenso die großartigen »Spaetrot«-Weine und die herausragende Küche von Harald Brunner, einem Großmeister seines Fachs. Brunner ist vielen vor allem als langjähriger Souschef von Starkoch Reinhard Gerer im legendären »Korso« bei der Wiener Oper in Erinnerung. Später kochte er in verschiedensten Häusern, unter anderem auch mal im 22. Stock eines Wiener Hochhauses. Was er jetzt macht, ist ungleich bodenständiger. Klassische Heurigenküche und geniale Menüs mit Gerichten, die man in dieser Qualität lang suchen muss. Es ist das Verdienst von Johanna Gebeshuber, einen solchen Könner in einem Heurigen eine Bühne zu geben. Und dass sich dabei auch Erfolg einstellt, sieht man immer dann, wenn der Heurige bis auf den letzten Platz voll ist. Und das ist er meistens.
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