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Als der junge, in Obst- und Weinbau ausgebildete und am Arlberg sozialisierte Kärntner Valentin Latschen 1984 Hof und Gasthaus von seinen Eltern übernahm, läutete er einen Paradigmenwechsel ein. Der Betrieb produzierte bis dahin – ganz im Geist der Alten – Schnäpse aus Obst zweiter Wahl. Die guten Äpfel bekam der Handel. Allerdings war das dem jungen Wirt und Landwirt nicht genug. Er sah, wie Winzer plötzlich damit begannen, ihre Erträge zu reduzieren und damit die Qualität der Ernte zu steigern. Latschen übernahm diese Idee und schnitt einen guten Teil der noch unreifen Äpfel von den Ästen. Die Leute im Dorf reagierten – je nach Persönlichkeit – mit Verwunderung, Schadenfreude, Besorgnis oder Ärger. Junge Winzer kennen das nur zu gut. Radikale Umstellungen sind immer mit Irritationen und Konflikten verbunden. Für die Pfau-Brände – der Name kommt von den Pfauen am Hof – war die »grüne Ernte« dagegen so etwas wie ein Weckruf.
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