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Nudeln machen glücklich, besonders die Kärntner Kasnudeln. Denn eine alte Weisheit sagt: Kann eine Frau krendeln, ist sie auch heiratsfähig. Klingt nach einem vernünftigen Deal fürs Lebensglück. Ein Nachmittag genügt und man hat die Krendel-Kunst – also den Rand der Kärntner Nudel zu formen – im kleinen Finger, meint Kasnudel-Spezialistin Ingeborg Daberer vom »Gasthof Grünwald« in Dellach im Gailtal. Sie muss es wissen, schließlich veranstaltet sie regelmäßig Krendel-Kurse. Von der Theorie her beginnt man an einem Ende der Nudel den Teig am Rand einzuschlagen, zieht den Teig etwas hoch und überschlägt ihn. So geht es weiter, bis der ganze Nudelrand verziert ist. Selbstversuche zeigen allerdings: Die Sache hat ihre Tücken. Macht nichts, den Geschmack der Kindheit kann ohnehin nur die Kärntner Mama oder Oma auf den Gaumen zaubern. Nicht-Kärntner lösen das Problem durch Einheiraten, oder man hält sich an Inge Daberer oder Sissy Sonnleitner, eine andere Nudelmeisterin aus Kötschach-Mauthen.
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