Käse: Wie das mediterrane Terroir den Geschmack beeinflusst

Romana Echensperger, 09.06.2026

Rund ums Mittelmeer prägen Trockenheit, Hitze und oft schroffe Landschaften eine eigenwillige Natur. Wo Ackerbau an Grenzen stößt, sind Schafe und Ziegen zu Hause – aus diesen Umständen entstand eine eigenständige, tief verwurzelte Käsekultur.

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Terroir ist kein Privileg des Weins – auch Käse erzählt von seiner Herkunft. Rund um das Mittelmeer prägen trockene, karge Böden und Hitze die Landschaft. Hier entsteht eine charakteristische, aromatische Vegetation, die man auf Italienisch »Macchia« und in Südfrankreich »Garrigue« nennt: ein dichtes, wild wachsendes Buschwerk aus Myrte, Ginster und einer Vielzahl aromatischer Kräuter – von Rosmarin und Thymian bis zu wildem Fenchel und Bohnenkraut. Für intensive Milchwirtschaft mit Kühen fehlen hier die Voraussetzungen. Diese Landschaft lässt sich nur extensiv bewirtschaften – mit Ziegen und Schafen: trittsicher im unwegsamen Gelände, genügsam beim Futter, mit geringem Wasserbedarf.

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