Der brasilianische Künstler Daniel Lie erinnert sich an seine kulinarischen Kindheitserinnerungen.

Kulinarische Heimat: Wurzelwerk

18.05.2017

Die Wiener Festwochen bringen Künstlerinnen und Künstler aus mehr als zwanzig Ländern auf die Bühne. Für Falstaff erinnern sie sich an die Küche ihrer Kindheit.

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Als die Festwochen 1951 erstmals über die Bühne gingen, war Wien noch eine von den Alliierten besetzte und in vier Zonen geteilte Stadt. Das neu gegründete Festival sollte ein Signal in die Welt senden – ein Land wollte zeigen, dass es wieder nach vorne blickt und seine Rolle als »Welthauptstadt der Musik« erneut einnehmen möchte. Es ging nach dem Krieg um ein »Wiedererwachen auf kulturellem Gebiet«, wie es der damalige Stadtrat Hans Mandl formulierte. Bereits 1952 vermerkte man stolz: »Schon sieben ausländische Gastdirigenten, darunter Bruno Walter.« Gerade in der Anfangszeit waren die Festwochen, die durchaus wörtlich ein Fest für alle Wienerinnen und Wiener sein wollten, sehr offen. In den kommenden Jahren hat sich das erfolgreiche Festival, das nicht mehr aus dem Kulturkalender der Hauptstadt wegzudenken ist, öfter neu erfunden. Was konstant geblieben ist: Die Festwochen bringen die Welt nach Wien, sie laden herausragende internationale Künstlerpersönlichkeiten ein und stellen einen Dialog mit der heimischen Szene her. Inzwischen ist Wien aber auch jenseits der Festwochen kosmopolitischer geworden, zahlreiche junge Kunstschaffende aus aller Welt haben sich hierzulande niedergelassen – und damit auch einen Teil ihrer kulinarischen Identität mitgebracht. Falstaff hat fünf Festwochen-Akteure ausgewählt und zu den Küchen ihrer Heimat befragt.

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