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Traditionell ist Österreichs westlichster Zipfel ein Käseland: Sogenannte Käsgrafen aus dem Bregenzerwald brachten im 19. Jahrhundert ihre Produkte in weite Teile der Donaumonarchie und darüber hinaus. Später, im Jahr 1930 beispielsweise, »entfiel mehr als die Hälfte des österreichischen Käseexports auf Vorarlberg«, schreibt Kurt Bracharz im lesenswerten Buch »Von der Alp auf den Teller« (Löwenzahn Verlag). Der Bregenzerwald ist heute noch ein Zentrum der Käseproduktion. 90 Sennalpen – 130 sind es in ganz Vorarlberg – befinden sich hier. Bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde nur Sauerkäserei betrieben. Appenzeller Sennen brachten die Kunst des »Fettsennens« in den Bregenzerwald – die Voraussetzung für die bald entstehenden Alp- und Bergkäse, die heute das bekannteste Mitbringsel aus dieser Region sind. Die Zahl 30.000 spielt eine große Rolle: Sie gibt so wohl die Zahl der Einwohner als auch die der Kühe an.
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