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München leuchtet, ach was – die Stadt strahlt. Wer zählt dann die Sterne, nennt die Namen, die ausgerechnet im doch noch immer etwas unwirtlichen Münchener Norden und unweit eines Polizeireviers ein Festzelt mit ihrem ganz unvergleichlichen Glanz erhellen. Eine kulinarische Parade ist aufmarschiert, wie sie die Stadt noch nicht gesehen hat. Es sind mit der Toque-Tiara gekrönte Häupter unter ihnen, Männer, die den Kochlöffel zu -schwingen verstehen, als handle es sich dabei um ihr Zepter oder, je nach Temperament, um ihren Marschallstab oder aber auch bloß um ihr Dirigierstäbchen, mit dem sie ihrem Ensemble die Einsätze geben und den Takt der -Garzeiten schlagen. Sie alle wirkten kleine Wunder. Einer hatte ein Kalb gebraten, andere ziselierten elegante Leckerbissen. Sie schälten, schnitzten, hackten, rupften, siedeten, rührten, schmolzen, buken, reduzierten, nappierten und dressierten. Sie geboten über die vier Elemente, jeder ein kleiner Schöpfergott, und jede ihrer -Kreationen wurde zu Ehren eines Mann geschaffen, für den sie eigentlich stets nur einen Namen über die Zunge bringen: Le Chef. So war es, als der Ausnahmeküchenchef Eckart Witzigmann vor 15 Jahren seinen 60. Geburtstag feierte und seine Schüler und Wegbegleiter, alle mittlerweile selbst Großmeister ihres Faches, ihm ihre kulinarische Aufwartung machten. Und so wird es wohl wieder sein, wenn der Prophet der hohen Küche in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag begeht.
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