Gerne wird der Gruyère als Meisterwerk Schweizer Käserkunst bezeichnet. Liebhaber schätzen den Hartkäse aus der ehemaligen Grafschaft Greyerz für sein ausgeprägt würziges Aroma.

Le Gruyère: Vater aller Hartkäse

Benjamin Herzog, 14.03.2023

Gruyère ist der Inbegriff eines Hartkäses – mehr oder minder salzig im Geschmack, würzig und mit krümeliger Konsistenz bei fortschreitender Reife. Le Gruyère AOP – wie der Schweizer Käse mit vollem Namen heißt – gehört zu den berühmtesten Spezialitäten des alpinen Käselandes.

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Die Produzenten des Le Gruyère AOP in der Westschweiz sind Opfer ihres eigenen Erfolgs. Während ihr Gruyère-Käse in der Schweiz und der EU mittels einer geschützten Ursprungsbezeichnung umfassenden Schutz genießt, lehnte es ein US-Gericht Anfang 2021 ab, den Käse und seine Herkunft zu schützen. Und das ganz einfach deshalb, weil er zu etabliert sei: Gruyère gelte in den USA als eine Käseart und bezeichne nicht eine bestimmte Sorte, ließ das Gericht in seinem Urteil verlauten. Als Gruyère bezeichnete Käse, die eben nicht aus der gleichnamigen ehemaligen Grafschaft in der Westschweiz stammen, gibt es aber nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in einigen anderen Ländern. Dem Erfolg tut das keinen Abbruch, wie die Exportzahlen für Le Gruyère AOP belegen. Noch nie wurde so viel Le Gruyère AOP in die USA exportiert wie im Jahr 2022 – Gruyère ist und bleibt der exportstärkste Käse der Schweiz.

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