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Während sich die Europäische Union zu keinem Verbot des umstrittenen Pflanzengiftes durchringen konnte, werden nun Händler und Produzenten selbst initiativ. Gerhard Drexel, der Chef der Supermarktkette Spar, hat angekündigt, Glyphosat aus allen Eigenmarken zu verbannen. Zudem fordert er von der künftigen Regierung das wahrscheinlich krebserregende Mittel aus Österreich zu verbannen. Unterdessen werden Produzenten selbst aktiv und verzichten von sich aus auf den Einsatz des Herbizides. Nach den Tirol Milch- und den Schärdinger Milchbauern werden endlich auch Weinbauern tätig: Die Region Leithaberg beschloss am Dienstag als erstes österreichisches DAC Gebiet einen vollständigen Glyphosat-Verzicht. Glyphosat wird zur Vernichtung von Pflanzen eingesetzt, die zu landwirtschaftlichen Monokulturpflanzen in Konkurrenz stehen - unabhängig davon, ob diese der natürlichen Flora der Region angehören oder dem biologischen Gleichgewicht nützlich sind oder nicht. Das Gift wirkt systemisch, das heißt es wird von der Pflanze in Wurzeln, Samen und Blätter aufgenommen und kann nicht abgewaschen werden. Darüberhinaus kann es weder durch Erhitzen oder Einfrieren abgebaut werden und hält sich etwas ein Jahr in Lebens- und Futtermittel.
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