Am Meidlinger Markt gehen die Wogen über die neue Verordnung der Stadt Wien hoch.

Meidlinger Markt: »Ohne Nebenrechte würde hier fast keiner überleben«

Marion Topitschnig, Waltraud Winding, 24.07.2017

Reportage: Falstaff hat sich bei Standlern und Marktbesuchern am Meidlinger Markt über das konsumfeindliche Gastro-Verbot für Händler umgehört – es formiert sich heftiger Widerstand.

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Die Neuregelung der Marktordnung sorgt bei Standlern und Marktbesuchern für Unverständnis. Besonders erhitzt sind die Gemüter am Meidlinger Markt im 12. Wiener Bezirk. Vor der gastronomischen Belebung des Marktes, sei dieser »quasi tot« gewesen, heißt es. So sieht es auch Anna Putz vom Stand »Anna am Meidlinger Markt«: »Ich habe ja eigentlich einen Lebensmittelhandel und verkaufe Brot, Käse, Semmeln, Kaffe etc. Das macht auch mein Hauptgeschäft aus, das Kaffee ausschenken macht nur einen kleinen Teil aus. Allerdings, wenn ich das mit dem Espresso bzw. Kaffee ausschenken nie gemacht hätte, wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Heutzutage muss man mehr bieten, um zu überleben. Man muss sich ja auch irgendwie von den Supermärkten abheben können und das kann man nur mit einer Art Erlebniseinkauf.«

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