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Das Konzept kennt man aus dem Hangar-7, wo jedes Monat ein anderer Gastkoch seine besten Gerichte in einer fremden Küche installiert. Hinter dieser naheliegenden Idee steckt ein gewaltiger Aufwand, den sich ein vergleichsweise kleiner Gastronom ohne Mäzen im Hintergrund auch angetan hat. »Mercado«-Patron Klaus Piber hat sich mit seinem Küchenchef Alexander Theil auf Recherchereise nach Mexiko und Peru begeben und die besten Köche zu einem Wien-Besuch überredet. Nach zwei spannenden Gastspielen mit mexikanischen Köchen kam nun einer der besten Köche Perus in das Restaurant am Stubenring. José del Castillo vom Restaurant »Isolina« kocht einen geradlinigen peruanischen Stil, der die großartige Produktvielfalt des Landes mit langer Küste und allen Klimazonen abbildet. Schmelztiegel kulinarischer Einflüsse Durch die wechselhafte Geschichte des Landes wurde die peruanische Küche über Jahrhunderte von zahlreichen Einflüssen geprägt: Japanische und Chinesische Impulse sind für die zahlreichen Tiraditos und das Lomo Saltado verantwortlich, aber auch die Einflüsse der Spanier, wie auch der afrikanischen Sklaven, sind unübersehbar. Diese Art der traditionellen Küche, wie Sie auch in einfachen Haushalten in Lima gelebt wird, nennt sich Criollo. José del Castillo hat sich entschieden, diesen schon fast vergessenen Stil in seinem Restaurant »Isolina« in Barranco wieder aufleben zu lassen. Benannt hat er sein Restaurant nach seiner Mutter, Isolina Vargas, die vor über 30 Jahren ein populäres Lokal an selbigem Platz betrieben hatte. Vor 15 Jahren stand er vor der Notwendigkeit im mütterlichen Betrieb zu kochen und hängte seine erste Leidenschaft, den Journalismus, an den Nagel. Seitdem leitet er die beiden Restaurants seiner Mutter und seit Beginn diesen Jahres das »Isolina«, in dem er selbst kocht.
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