Weites Land. Von Vicenza in Venetien bis nach Triest im Friaul zieht sich das Anbaugebiet für Prosecco DOC.

Prosecco-Trophy: Ein Meer von Perlen

Othmar Kiem, 04.06.2018

Prosecco ist zu einem Renner geworden und steht weltweit für italienischen Lifestyle. Falstaff hat die besten in den Kategorien Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG und Prosecco DOC gekürt.

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Der fröhliche, unkomplizierte Schäumer aus dem Nordosten Italiens hat es geschafft, weltweit die Herzen der Weinliebhaber zu erobern. Knapp eine halbe Million Flaschen Prosecco werden jährlich erzeugt, keine Kleinigkeit. Prosecco gibt es zwar auch als Stillwein (Tranquillo) oder Perlwein (Frizzante), in den meisten Fällen aber kommt er als Schaumwein (Spumante) daher. Dafür vollzieht der Grundwein aus Glera-Trauben in einem Drucktank eine zweite Gärung. Je nach Restzuckergehalt gibt es Prosecco als Brut, Extra Dry oder Dry. Das ursprüngliche Erzeugungsgebiet von Prosecco umfasst 15 Gemeinden zwischen den Ortschaften Valdobbiadene und Conegliano bei Treviso. Die Weinberge befinden sich ausschließlich in Hügellage, zum Teil handelt es sich um extreme Steillagen. Kommt der Prosecco aus diesem Gebiet, darf er sich Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore nennen und trägt das DOCG-Siegel. Die bekannteste Lage im Gebiet ist Cartizze, gewissermaßen eine Grand-Cru-Lage für Prosecco, die nur 107 Hektar groß ist. Andere besondere Lagen tragen die Zusatzbezeichnung Rive. Rund um die weiter südlich gelegene Ortschaft Asolo gibt es für Prosecco ein weiteres kleines DOCG-Gebiet. Die Hauptproduktion von Prosecco entfällt auf Prosecco DOC. Diese Denomination entstand 2009 aus dem Zusammenschluss von Produzenten aus neun Provinzen im Veneto und im Friaul. Im Gegensatz zum Superiore liegen die Weinflächen für Prosecco DOC überwiegend im Flachland zwischen Vicenza und Triest.

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