Robert de Niro: »Du kochst und ich bringe die Investoren«

Judith Hecht, 14.09.2023

Essen hat in der langen und erfolgreichen Karriere des Schauspielers Robert De Niro immer eine bedeutende Rolle gespielt. Ob als künstlerisches Ausdrucksmittel oder als Trost gegen Heimweh. Und nicht zuletzt ist der inzwischen 80-Jährige längst auch als Gastronom erfolgreich. Ihm ist es zu verdanken, dass »Nobu« weltbekannt wurde.

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Robert De Niro ist im quirligen New Yorker Viertel Little Italy aufgewachsen. Allerdings nicht in einer jener klischeehaften italienischen Großfamilien, in denen ständig gekocht und bei Pasta und Rotwein lautstark diskutiert wird. Der schmächtige Bub war vielmehr das einzige Kind des Künstlerpaares Robert De Niro senior und Virginia Admiral. Zwei Jahre nach seiner Geburt trennten sich die beiden, und Bobby lebte fortan mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung in der Bleecker Street. Als Teenager trieb er sich am liebsten mit seinen Freunden in den Straßen Manhattans herum. Seinen schulischen Leistungen tat das nicht gut. Aber »Bobby Milk«, wie ihn seine Gang seiner Blässe wegen nannte, störte das nicht. Er hatte ohnehin längst beschlossen, Schauspieler zu werden. Robert Mitchum, Montgomery Clift und Marlon Brando waren seine großen Vorbilder. Und eines zeichnete den 16-Jährigen schon damals aus: seine Willensstärke. Einmal ein Ziel vor Augen, war ihm kein Einsatz zu hoch, um es zu erreichen. Egal, ob er einen Gangster, einen Taxifahrer oder einen Koch zu spielen hatte, immer bereitete er sich akribisch auf seinen Part vor. Die Seelen seiner Figuren vollends zu erfassen, darum ging es ihm.

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