»Es genügt heute nicht mehr, nur ein gutes Essen anzubieten. Ein Restaurant muss auch eine Geschichte zu erzählen haben.«, so Lukas Mraz über neue Anforderungen an die Gastronomie

Round Table: Zu Gast bei »Mraz & Sohn«

Herbert Hacker, Martina Hohenlohe, 20.01.2018

Die Generationenfrage: Im Interview sprechen Sternekoch Markus Mraz und seine Söhne über alte Traditionen und neue Herausforderungen in der Spitzengastronomie.

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Das »Mraz & Sohn« in Wien-Brigittenau zählt zu den Top-Adressen der heimischen Gourmetszene. Wie der Name schon verrät, werken hier mehrere Generationen Hand in Hand. Falstaff-Chefredakteur Herbert Hacker und Gault&Millau-Chefredak­teurin Martina Hohenlohe haben Vater Markus Mraz und seine Söhne Lukas und Manuel an einem Tisch zusammengebracht und unter anderem gefragt, was sich in den letzen Jahren in der Spitzengastronomie verändert hat. Herbert Hacker »Mraz & Sohn« war früher ein typisches Beisl, heute ist es ein modernes Gourmetrestaurant. Was habt ihr euch damals überlegt, um nicht nur typische Beisl-Gäste herzulocken? Markus Mraz Ich wollte eigentlich kein Gasthaus übernehmen. Ich wollte einen anderen Weg gehen. Mein Vater war modern denkend und hat mich machen lassen. Ich war damals sehr frankophil und habe viel von den Franzosen übernommen, vieles, was der Gast hier noch nicht gekannt hat. Dann ist es weiter gegangen mit Spanien – es wurde immer etwas Neues geboten. Herbert Hacker Das Lokal hat sich im Laufe der Zeit also radikal verändert. Gibt es auch etwas, das aus der früheren Zeit übernommen wurde? Markus Mraz Natürlich hat sich das Lokal total verändert. Aber es gibt jetzt wieder das Bestreben, zumindest atmo­sphärisch zum Beisl zurückzukommen. ­Die Leute sollen reinkommen, sich wohl fühlen und keine Schwellenangst haben.

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