Im Keller von Christoph Neumeister in Straden reifen die Weine der Perfektion entgegen.

Sauvignon Blanc: Die »grüne Nummer Eins« fordert die internationale Konkurenz heraus

Peter Moser, 20.10.2023

In den 1980er Jahren noch ein Mauerblümchen im Schatten von Welschriesling und Schilcher, hat Sauvignon Blanc mittlerweile die besten Weinkarten der Welt erobert. Falstaff hat den Top-Winzern einen Besuch abgestattet.

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Heute nimmt die Sorte Sauvignon Blanc, die seit ihrer Einführung durch Erzherzog Johann Mitte des 19. Jahrhunderts kultiviert wird, in den steirischen Weinbergen anteilsmäßig bereits den ersten Rang ein, mit einer Anbaufläche von über 900 Hektar liegt sie bereits vor dem Welschriesling. Das bedeutet eine Steigerung des Sortenanteils in der Steiermark von nicht weniger als 200 Prozent allein in den vergangenen 15 Jahren und der Trend ist nach wie vor ungebrochen, was auch den Erfolgen und der wachsenden internationalen Nachfrage geschuldet ist. Die Anfänge des großen Erfolges des steirischen Sauvignon Blanc fallen mit der Gründung der Steirischen Klassik Winzer-Gruppe (STK) zusammen. Als die aufstrebende heimische Spitzengastronomie von Wien bis zum Arlberg nach dem »Gewitter« des Weinskandals nach österreichischen Weinen suchte, auf die man noch berechtigt stolz sein konnte, da war die Auswahl recht klein. In jener Zeit feierte der unbescholtene Wein der kleinen, aber feinen Wachau seinen Aufstieg und der Smaragd wurde zum Symbol des neuen Weißweinzeitalters in Österreich. Spätestens mit der steirischen Landesausstellung zum Thema Wein im Jahre 1990 wurde auch der »Grünen Mark« erstmals in Fach- wie Konsumentenkreisen ein gewisses Interesse entgegengebracht. Trockener, leichterer und gerne auch säurereicher Weißwein mit wiedererkennbaren aromatischen Merkmalen geriet zunehmend in den Fokus der Weingenießer. Und da hatte die Steiermark zur rechten Zeit einiges zu bieten: den lebendig-würzigen Welschriesling für den unkomplizierten Alltagsgenuss, den duftigen Gelben Muskateller und, ein Boom, der ebenfalls von hier ausging, die kernig-resche Rosé-Spezialität Schilcher.

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