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Der Wein vom Bodensee, so schrieb der Hagnauer Dorfpfarrer Heinrich Hansjakob an der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert, sei der »bestverleumdete Wein der Welt«. Und weiter: »Er gleicht einem Drachen, der Feuer speit, aber, tapfer angegriffen, sich in eine liebliche Jungfrau verwandelt.« Hansjakob, von dem man sagt, er sei ein wandelndes Weinfass gewesen, wusste ganz gewiss, wovon er sprach. Denn die Weine vom Bodensee sind voralpine Gewächse: Sie wachsen auf Höhen zwischen 400 und 600 Metern. Zumal in Zeiten, da der räße Elbling den Weinbau dominierte, wird es eines strammen Quantums bedurft haben, um sich den garstigen Säuerling zu einem lieblichen Tropfen zurechtzutrinken.
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