Sekt aus Österreich: Knaller mit Tradition

Peter Moser, 17.12.2018

Österreichs Qualitätssekte: Dank Qualitätspyramide und Banderole hat der Weinkonsument nun eine klare Orientierungsmöglichkeit. Ein Meilenstein in der Sektgeschichte Österreichs.

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Sekt ist heute längst ein fester Bestandteil des österreichischen Weinangebots. Nicht weniger als zehn Prozent einer Weinernte in Österreich werden inzwischen als Sektgrundwein weiterverarbeitet – Tendenz steigend. Vor einigen Jahren haben sich führende Sekterzeuger zusammengetan, um eine neue Qualitätspyramide zu definieren. Diese wurde geschaffen, um die verschiedenen Kategorien von Sekt geschützten Ursprungs für die Konsumenten übersichtlich darzustellen. In den rechtlichen Bestimmungen ihrer Spitzenkategorie misst sich diese an den höchsten Standards der führenden Schaumweine der Welt und geht in manchen Punkten sogar darüber hinaus. Wenn also Sekthersteller die Bezeichnungen »Österreichischer Sekt geschützten Ursprungs« in den Kategorien »Klassik«, »Reserve« oder »Große Reserve« auf den Etiketten anführen, ist die Einhaltung der jeweiligen Qualitätsparameter rechtlich verpflichtend. Seit dem 22. Oktober 2018 ist nun auch die Spitzenqualität dieses neuen Systems, die »Große Reserve« für die Konsumenten verfügbar: Im Rahmen einer großen Publikumspräsentation in der Nationalbibliothek in Wien konnte man sich von den ersten Ergebnissen begeistern lassen. Damit ein Sekt den begehrten Titel »­Große Reserve« tragen darf, muss er zahlreiche Bedingungen erfüllen, die wir hier zusammenfassen möchten. Der Grundwein stammt aus einem klar abgegrenzten Gebiet wie einer Gemeinde oder einer angemeldeten Ried. Produziert wird nach der traditionellen Flaschengärmethode, dabei muss der Sekt mindestens 30 Monate auf der Hefe reifen. Der früheste Verkauf ist 36 Monate ab der Ernte, nicht aber vor dem 22. Oktober nach drei Jahren möglich.

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