Valjevo,Serbien

Serbien - Ein Weinland im Aufwind

Peter Moser, 23.08.2022

Mit der Messe Wine Vision Open Balkan in Belgrad bekommt der Wein aus Serbien eine vielversprechende Bühne, um das Beste aus den Kellern des Landes in professioneller Weise präsentieren zu können.

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Die Weinkultur Serbiens wurzelt tief in der Geschichte zurück, neben Einflüssen der Thraker und Griechen waren es die Römer, die das gute Klima und Böden für den Weinbau nutzten. Nach einer längeren Periode, während der es außerhalb des römischen Kernlandes verboten war, Wein zu erzeugen, wurde damit im dritten nachchristlichen Jahrhundert auf serbischen Boden zunächst in der Region Fruška Gora in der heutigen Vojvodina, die damals noch Syrmien hieß, aufs Neue begonnen. Es war der römische Kaiser Probus, geboren in Sirmium, das heute Sremska Mitrovica heißt, der in vielen Teilen Europas dafür von Weinfreunden und Winzer verehrt wird, weil er das römische Weinmonopol abgeschafft hat. Kaiser Konstantin der Große schätzte neben der landschaftlichen Schönheit sicher auch den Rebensaft aus Naissus, dem jetztigen Niš, wohin er seine Sommerresidenz verlegen ließ. Über die Spätantike bis und Mittelalter breitete sich der Weinbau am Gebiet des heutigen Serbiens stetig aus. Der Adel und die allen voran die zahlreichen Klöster waren mit Weinbergen begütert, die Klostergüter der orthodoxen Kirche, Metochi genannt, bestanden oft aus Weinbaubetrieben. Rund um die wichtigen Klöster Manasija, Ravanica oder Gračanica befanden sich große Güter, die mit der Weinherstellung befasst waren. Bereits die Residenzen der frühen serbischen Herrscher verfügten über weitläufige Weinkeller, rund um die Zarenstadt Prizren, Zar Stefan Dušan förderte den Weinbau im 14. Jahrhundert nach Kräften, bis zur Eroberung durch die Osmanen erlebte die Weinkultur eine erste Blüte. Und auch wenn unter den Osmanen die Produktion offiziell verboten war, so haben die Serben auch in der Folgezeit nicht auf ein gutes Glas Wein verzichtet, sondern ihre Weingärten weiter gepflegt.

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