Serbiens Weinrevolution: Die besten Weine

Peter Moser, 18.10.2023

Für viele Weinfreunde ist Serbien als Weinland bislang noch ein unbeschriebenes Blatt – ein Umstand, der sich aber bereits in naher Zukunft wohl ändern wird. Denn zu gut und zu vielfältig ist das Angebot an spannenden Erzeugnissen, die diese Weinregion anzubieten hat.

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Im September 2022 begann mit der Premiere einer neuen Weinmesse namens »Wine Vision by Open Balkan« in Belgrad eine neue Zeitrechnung für die serbische Weinwirtschaft und ihre Partner aus Nordmazedonien und Albanien. Reges Besucherinteresse von Fachleuten aus Westeuropa und Übersee belegte, dass die Zeit reif ist, einen weißen Fleck auf der internationalen Weinlandkarte zu explorieren. Sommeliers und Vertreter des Weinhandels hatten in der serbischen Kapitale die Gelegenheit, sich ein Bild vom Stand der Entwicklung in den serbischen Weingütern zu machen – und sie waren durchweg beeindruckt. In relativ kurzer Zeit hat sich hier dank großer Investitionen eine lebendige, moderne Weinszene entwickelt, deren Angebot kaum Wünsche offen lässt. Das landschaftlich ebenso schöne wie vielfältige Land bietet zahlreichen Rebsorten optimale Bedingungen, und so haben die üblichen Verdächtigen aus dem internationalen Pflichtsortiment hier längst Einzug gehalten: Chardonnay und Sauvignon Blanc ebenso wie Cabernet Sauvignon und Merlot findet man hier in bester Qualität. Die wahre Stärke der Weinregion liegt aber bei den lokalen und autochthonen Rebsorten. Serbien erzeugt mehr Weißwein als Rotwein, und da hat das Land gleich mehrere heiße Eisen im Feuer. Da wäre die Grašac, hinter der die Sorte Welschriesling steckt, die speziell in der Appellation Srem zu Höchstleistungen aufläuft. Die Tamjanica ergibt facettenreiche Muskatweine, die man im ganzen Land antreffen kann, aber ebenfalls in Zentralserbien ihre Bestleistungen bringt – wie auch der rote Prokupac, dem heute schon eine steile internationale Karriere vorhergesagt werden kann.

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