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Acht Monate durften sich die West-Wiener ihrer gastronomisch spannendsten Adresse erfreuen. »Francois im Vierzehnten« hieß das wundersame Lokal, in dem sich der Frankokanadier Francois Laliberté mit nordafrikanischer Küche in die Herzen der Menschen kochte. Kurz vor Weihnachten war nach Unstimmigkeiten mit dem Hausbesitzer Schluss. Sogleich griffen mehrere Gastronomen zum Telefon und buhlten um den Mann, der schon bei Granaten wie Alain Ducasse und Alain Passard gedient hatte. Markus Artner bekam den Zuschlag und engagierte Laliberté als Nachfolger für den als Küchendirektor ausgeschiedenen Helmut Österreicher. In den nächsten Monaten gilt Lalibertés Aufmerksamkeit Artners Restaurant auf der Wieden, wo auch das Gros des alten »Francois«-Teams eine neue Heimat fand. Man fühlt sich also sogleich gut aufgehoben in dem Lokal, das dank Josper-Hochleistungsgrill stets vom Duft nach Feuer und Flammen geprägt ist. Artner-Küchenchef Michael Kolarik wird gerade auf die neue, von spanischen und maurischen Einflüssen geprägte Laliberté-Linie eingeschworen, die im Zuge des Umzugs aus der Peripherie auch stadtfeiner gemacht wurde. Die Idee von Tapas als Vorspeisen blieb, Gemüsesalat »Escalivada« kennt man aus Katalonien – rauchig gegrillte lauwarme Gemüse mit Blattsalat, einfach nur köstlich. Oder grandiose Sardinen Escabèche mit Radieschen und Blutorange. Und wo sonst bekommt man in der Glut gebratene zarte Lammnieren mit Zimtjoghurt, Pilzen und Rollgerstl. Das Artner’sche Familienweinsortiment wurde um ein paar schöne Ausländer aufgestockt, das wunderbare Bier stammt von der Kleinbrauerei Kaltenhausen, spannende Flaschenbiere gibt’s auch noch. Da hat Artner ein ordentliches Upgrade hingelegt.
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