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Wenn es auf dem Oktoberfest und in den vielen anderen Festzelten heißt, dass »o’zapft is«, läuft das Bier wie eh und je aus hölzernen Fässern – oder deren Attrappen. Tatsächlich haben die alten hölzernen Bierfässer aber weitgehend ausgedient, und der Berufsstand der Küfer lebt heute eher auf Traditionsveranstaltungen wie dem Schäfflertanz als in der Brauerei weiter. Dort, in den alten Brauhäusern, war die Werkstatt der Fassbinder meist in einem Nebengebäude untergebracht, die Brauer nannten den verwandten Berufsstand üblicherweise »Schwager«, und sie sorgten dafür, dass den Küfern die Arbeit nicht ausging. »Trinkt Bier, die Brauerei braucht leere Fässer!« war ein geflügeltes Wort.
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