Spektakuläre Eisweinlese bei Blutmond

Bernhard Degen, 22.01.2019

Zahlreiche Winzer vermelden eine erfolgreiche Eisweinlese bei der sie das Naturschauspiel des Blutmondes beobachten konnten. Im Seewinkel ist weiterhin Geduld gefragt.

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Das Weinjahr 2018 wird als ein ganz besonderes in die Geschichte eingehen. Später Austrieb, ein heißer Sommer und eine historisch frühe Ernte kennzeichnen den Jahrgang. Auch was einen Teil der Eisweinlese betrifft, war es ein selten frühes Jahr, denn bereits am 29. November konnten zahlreiche Winzer ihren geplanten Eiswein keltern (Falstaff hat berichtet). Alle anderen, bei denen es noch nicht kalt genug war, mussten Geduld aufbringen. Dafür wurden sie aber am 21. Jänner mit einem Himmelsspektakel belohnt, das sie wohl nie vergessen werden. Um 4.34 Uhr startete die totale Mondfinsternis über Österreich. Das Wetter war bitterkalt und erreichte die von vielen Winzern ersehnten Minus acht Grad, die es braucht, damit die Beeren frieren und nur der süße Extrakt flüssig bleibt. Um 5.41 Uhr war der Höhepunkt der Verfinsterung erreicht und ein roter Blutmond war zwischen den Sternen zu sehen. Bis zum Ende bot sich ein wundervoller Ausblick auf den rot strahlenden Mond. Auch den Folgetag konnten viele Winzer nützen, um den Eiswein in den Keller zu holen – mancherorts wurden zweistellige Minusgrade erreicht. Nur in der traditionellsten Süßweinregion, dem Seewinkel, ist weiterhin Geduld gefragt, denn eine dünne Wolkenschicht verhinderte die ersehnten Minus acht Grad.

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