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Auf den Märkten von Seoul dampfen Nudelsuppen, knusprige Bindaetteok – herzhafte Pfannkuchen aus Mungbohnen – brutzeln auf heißen Platten und Händler:innen reichen marinierte Krabben mit tiefer Umami-Note. Nur wenige Straßen weiter zelebriert eine neue Generation koreanischer Spitzenköche ihre Küche auf höchstem Niveau. Im Drei-Sterne-Restaurant Mingles entfaltet sich ein Fine-Dining-Erlebnis, das traditionelle Fermente, saisonale Zutaten und moderne Techniken zu einer ebenso präzisen wie poetischen Interpretation koreanischer Aromen verbindet. Weiter südlich erhebt sich in Suwon mit der Hwaseong-Festung ein Meisterwerk der Militärarchitektur des 18. Jahrhunderts. Die Keramikstadt Icheon wiederum offenbart in ihren Werkstätten eine Tradition, deren Gefäße seit Jahrhunderten die Tischkultur des Landes prägen. Andong öffnet bei der Verkostung des traditionsreichen Reisbrands Soju einen feinen Zugang zur Kunst handwerklicher Destillation. Eine Nächtigung in einem historischen Hanok lässt die Atmosphäre dieser jahrhundertealten Holzarchitektur unmittelbar erleben: stille Innenhöfe, uriges Holz und der Blick über geschwungene Ziegeldächer verleihen dem Aufenthalt eine zeitlose Ruhe.
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