Spektakulärer Naturschauplatz: die Moulting Lagoon an der Ostküste Tasmaniens.

Tasmanien: In the middle of nowhere

Anne Krebiehl MW, 21.06.2016

Die abgelegene Insel, noch unentdeckt vom globalen Touristenstrom, ist eine Welt für sich. Auch ihre Weine besitzen Eigenständigkeit – und haben das Zeug zu einer internationalen Karriere.

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Das Allererste, was einem an Tasmanien auffällt, ist die unglaublich frische Luft. Sobald man aus dem Flieger steigt, atmet man voller Erstaunen erst mal tief durch. Kein Wunder, denn die Wetterstation bei Cape Grim an der nordwestlichen Ecke Tasmaniens misst seit Jahren die sauberste Luft der Welt: 16.000 Kilometer liegen zwischen Tasmanien und dem Südzipfel Argentiniens, der nächsten Landmasse gen Westen. Im Osten liegt Neuseeland, im Süden nur noch die Antarktis. Umspült vom kalten, sauberen Wasser des tiefen südlichen Ozeans, ist Tasmanien so ziemlich das Gegenteil von allem, was man sich unter Australien vorstellt. Die Weine Tasmaniens sind ebenfalls weit entfernt von jeglichem australischen Klischee: Sie sind durchwirkt von ebendieser Frische, dieser forschen, klaren Sauberkeit. Genau deswegen gilt Tasmanien auch als die derzeit aufregendste Weinregion Australiens. Dass ihre 3300 Kilometer lange Küste einfach atemberaubend ist und uralte Regenwälder mit hoch aufragenden Eukalyptusbäumen und exotischen Baumfarnen nahezu mystisch anmuten, ist für Weinreisende ein hinreißender Bonus.

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