Falstaff Wein-Chefredakteur Ulrich Sautter geht den vielen Facetten des Weißweins auf den Grund.

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Seit dem Jahr 1995 hat sich hierzu­­lande die Rebfläche des Müller-Thurgau nahezu halbiert: von 24.000 Hektar auf 12.700 Hektar. Doch nun deutet sich leise eine Renaissance der von vielen geschmähten Sorte an. Denn das Verschwinden des Müller-Thurgau als Massenträgers gibt den Blick darauf frei, dass die bedeutendste Neuzüchtung des 19. Jahrhunderts, dem Thurgauer Önologen Hermann Müller 1882 in Geisenheim gelungen, durchaus noble Weine hervorbrin­­gen kann, wenn man ihr weinbaulich eben­soviel Sorgfalt schenkt wie anderen, höher angesehenen Sorten.

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