Die Zeiten, da man sich über die bunten Schirmchen-Cocktails lustig machte, sind eindeutig vorbei. Am Höhepunkt der gepflegten Barklassik zeichnet sich ein Revival der »wilden« Tiki-Drinks ab.

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Der Startschuss zu Tiki fiel schon Ende 1933, als die Prohibition in den USA bundesweit endete. Denn während der vorangegangenen 13 Jahre hatte sich das US-amerikanische Trinken nach Kanada (Whisky) und – vor allem – in die Karibik verlagert. Nun gab es dort unsägliche Mengen Rum, für die sich plötzlich keiner mehr interessierte, weil man wieder bei den gewohnten, geliebten Spirits daheim bleiben konnte. Diese Situation nutzten findige Entrepeneure aus und schufen eine ganze Welt rund um den – durchaus auch häufig als Fusel auftretenden – Zuckerrohrschnaps: eine Welt der Exotik und des ewigen Sonnenscheins, in die man in einer Bar oder einem Restaurant eintauchen konnte.

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