In Visperterminen im Schweizer Kanton Wallis wächst der weiße Traminer – unter dem Namen »Heida« – auf 1000 Metern Meereshöhe.

Traminer: Stammvater aus heidnischer Zeit

Othmar Kiem, Peter Moser, Dominik Vombach, Ulrich Sautter, 25.09.2024

Die geografische Herkunft der Rebsorte Traminer ist zwar nicht eindeutig lokalisierbar, sicher sind sich die Genetiker jedoch in einem: Der Ort Tramin in Südtirol ist es nicht. Spuren und Nachkommen hat die Sorte fast überall im Alpenraum hinterlassen, und weit darüber hinaus.

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Familientreffen im Hause Traminer, es sind alle gekommen: Der Patriarch und Stammesgründer, der grüne Traminer, auch als »Savagnin«, »Heida« oder »Païen« bekannt, freut sich über die reiche Kinderschar, während sein Zwilling mit rosafarbenen Beeren, genannt »Savagnin rose«, »roter Traminer«, »Clevner«, oder – unter gewissen Bedingungen – auch »Gewürztraminer«, neben ihm am Tisch der Alten Platz nimmt. Am Tisch der Kinder sitzen: der Silvaner und der Grüne Veltliner, Sauvignon Blanc, Trousseau and Chenin Blanc, Räuschling und Rotgipfler, Petit Manseng und Petit Meslier, Adelfränkisch und Elbling, Verdejo und Duras. Eine hochkarätige Versammlung, schließlich hat es jedes der Kinder zu etwas gebracht, einigen gelang sogar eine Weltkarriere, andere begnügen sich mit der Rolle eines Hidden Champion mit Lokalkolorit.

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