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»Abgeschlagenheit durch alle Glieder, dann ein Klopfen im Kopfe, Röte der Wangen, Durst« – was derlei hervorruft, klingt eher nicht nach einem Renner. Und doch zeigt dieses Zitat eine der berühmtesten Chinin-Verwendungen. Mehr noch: Die Erfahrungen, die Samuel Hahnemann mit dem Bitterstoff des Tonic Waters machte, stellen eine Sternstunde der Homöopathie dar. Denn der deutsche Doktor erfuhr im Selbstversuch, dass die gegen Fieber gereichte Chinarinde ähnliche Symptome zeitigt wie die Krankheit selbst – das »Simile-Prinzip« war entdeckt. Es war kein Zufall. Denn die aus Peru stammende Chinarinde war seit ihrer Entdeckung 1630 eine Art Wunderdroge in Europa. Spätestens seit der Arzt John Talbot Monarchen in England und Frankreich mit dem »Englischen Wasser« kuriert hatte, galt die Borke aus Übersee als wertige Arznei. Lang bevor Kolonialtruppen sie mit Gin mischten, dichtete etwa Johann Wolfgang Goethe: »Drum reichet mir mein Doktor Medicinä Extrakte aus der Cortex Chinä«.
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