Die Ruinen der päpstlichen Sommerresidenz aus dem 13. Jahrhundert überragen weithin sichtbar den Ort Châteauneuf- du-Pape in Südfrankreich.

Warum Châteauneuf-du-Pape gerade eine Renaissance erlebt

Peter Moser, 11.07.2023

Die stoffig-würzigen Rotweine aus Châteauneuf-du-Pape im südlichen Rhonetal erleben derzeit eine Renaissance. Mit zahlreichen Spitzenweinen, darunter neben Klassikern auch viele Newcomer, präsentiert sich die Region von ihrer Sonnenseite. Und mit dem Jahrgang 2020 bietet sie exzellente Weine mit einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Über etwa 3.200 Hektar erstreckt sich die Rebfläche von Châteauneuf, die sich auf fünf Gemeindegebiete verteilt. Etwa die Hälfte davon befindet sich direkt im Ort Châteauneuf-du-Pape links der Rhone, nach dem die gesamte Appellation benannt ist. Im Norden liegt Orange mit 381 Hektar, gefolgt von Courthézon im Nordosten mit 663 Hektar. Im Osten liegt der Teil von Bédarrides mit 353 Hektar, während Sorgues im Süden mit 128 Hektar den kleinsten Anteil hat. Die Produktion betrug zuletzt im Zehn-Jahres-Schnitt etwa 95.000 Hektoliter, davon sind gerade einmal 5.000 Hektoliter Weißwein. Zwei Drittel der Produktion werden ins Ausland exportiert, 95 Prozent der erzeugten Mengen stammen von Weingütern und Privatkellereien, fünf Prozent der Appellationsweine stellen Genossenschaften her. Es sind 13 Rebsorten für die Produktion von Châteauneuf-du-Pape AOC zugelassen, allerdings macht mit rund drei Viertel der Grenache den Großteil aus. Nicht alle Weine sind Cuvées, es gibt sehr wohl auch sortenreine Abfüllungen aus Grenache, Syrah, Mourvèdre und Cinsault. In den Weingärten sieht die Zusammensetzung bei den roten Sorten derzeit so aus: 74,5 Prozent Grenache noir (davon 2,47 Prozent Grenache blanc), 10,84 Prozent Syrah, 6,61 Prozent Mourvèdre, 2,57 Prozent Cinsault, 0,44 Prozent Cunoise, 0,34 Prozent Muscardin, 0,13 Prozent Vaccarèse und 0,03 Prozent Terret. Bei den Weißweinsorten sieht es folgendermaßen aus: 2,31 Prozent Clairette, 1,11 Prozent Roussanne, 1,06 Prozent Bourboulenc, 0,06 Prozent Picpoul und 0,001 Prozent Picardan.

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