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Kärnten blickt auf eine tausendjährige Weinbaugeschichte zurück. Es waren die Klöster, die eine Vorreiterrolle ausübten. Bedingt durch überregionale wirtschaftliche Entwicklungen und die Abkühlung in der zweiten Jahrtausendhälfte nahmen die weinbaulichen Aktivitäten zusehends ab, bis auch die letzte Rebe verschwunden war. In den letzten Jahrzehnten gab es erste Versuche, die alte Tradition wiederzubeleben – der unübersehbare Klimawandel kommt diesem Unterfangen dabei sehr entgegen. Es dauerte bis zum Jahr 1972, ehe man sich im Lavanttal wieder an die Geschichte des Weinbaus erinnerte. Damals entschloss sich Herbert Gartner, in der Ried Oberer Weinzedl am St. Andräer Burgstall wieder Reben zu setzen. 1978 bepflanzte der Hobbywinzer die obersten Terrassen bei Schloss Thürn – und der Dornröschenschlaf des Kärntner Weinbaus fand ein Ende. Bald sollten einige Mutige den Schritten des Pioniers folgen. Den offiziellen Auftakt zur Renaissance des Kärntner Weins bildete die Gründung des Weinbauverbandes Kärnten im Jahr 2003 als Dachorganisation der Kärntner Weinbauern. 2007 kam mit dem Arbeitskreis Wein aus Kärnten eine offizielle Marketingplattform dazu, die die Marketingaktivitäten für den Kärntner Wein koordiniert und durchführt. Die Erfolge blieben nicht aus: Im Jahr 2011 wurden erstmals wieder mehr als 100.000 Flaschen Wein erzeugt.
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