In den Weingärten des Napa Valley wachsen die vielleicht besten Cabernet-Trauben der Welt.

Weinland Kalifornien: Heikle Fragen, gute Lagen

Peter Moser, Benjamin Herzog, Ulrich Sautter, 16.03.2018

In manchen Teilen der Welt verschwinden kalifornische Weine zusehends aus den Regalen und Weinkarten. Was ist los in der kalifornischen Weinwelt?

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Robert Mondavi hat die Weinszene Kaliforniens geprägt wie kaum ein anderer. In einem seiner letzten Interviews im Jahr 2006 war er noch voll der Zuversicht, was die Zukunft der Weine seiner Heimat mit all den damit verbundenen Problemen betrifft. »Vergessen wir nicht«, betonte er immer wieder, »das ist doch erst der Beginn. Wir stehen noch am Anfang.« Tatsächlich ist die Geschichte des kalifornischen Weinbaus noch relativ jung. Dennoch ist sie bereits reich an »ups and downs« – was, gemessen an der kurzen Dauer ihrer Entwicklung, einigermaßen überrascht. Fast wie aus dem Nichts entstanden, hatten viele der Weine plötzlich Kultcharakter, sie waren auch in Europa heiß begehrt. Nun scheint eine neue Phase angebrochen, mit Weinen einer neuen Stilistik und bei völlig veränderten Märkten. Das stellt die kalifornischen Winzer vor völlig neue Herausforderungen. Auch immer mehr Konsumenten fragen sich: Was können die einst so gefeierten Weine heute? Sind sie ihren Preis wert? Und wie wird es weitergehen im kalifornischen Weinbau? Doch blicken wir zunächst zurück: Nach einem ersten echten Hoch der Weinindustrie um 1900 brachte die finstere Periode der Prohibition von 1920 bis 1933 fast das völlige Aus. Nur wenige Weingüter überlebten. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es nur zögerlich wieder aufwärts. Es waren einige weininteressierte Hippies, Autodidakten und Aussteiger, die sich im Napa Valley als Winzer versuchten.

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