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Würden Sie ein Getränk bestellen, das mit »Bitterem Beifuß« aromatisiert wurde? Wohl nicht, denn Bitterer Beifuß klingt nach antikem Schierlingsbecher, nach einer Trademark aus der Druidenschule, nach einer Cocktailzutat, die sicher nicht in Asterix’ Zaubertrank enthalten war, nach gallenbitterer Medizin. Igitt! Blättert man in den Annalen des Bitteren Beifuß, so findet sich da ein gewisser Antonio Benedetto Caprano. Der lebte zur Zeit der Französischen Revolution in Turin und entstammte dem damals noch neuen Mittelstand. Mittelstand: Das hieß, etwas Geld auf der Seite zu haben, gepaart mit ein wenig Grundbesitz. Mittelstand bedeutete, seinen Ideen nachhängen zu können, ohne gleich verhungern zu müssen. Caprano machte seine beiden Hobbys zum Beruf: Landwirtschaft und Spirituosen. In der Landwirtschaft war Caprano schon in jungen Jahren für seine Studien zur Effizienz des Ackerbaus bekannt. Doch die Felder begannen ihn bald zu langweilen, viel mehr interessierte ihn das Saufen, der gepflegte Alkoholismus. Und so wurde Caprano Lagergehilfe in einem sehr bekannten Turiner Spirituosengeschäft.
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