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1841 schrieb die Schwechater Brauerei Biergeschichte, als Anton Dreher – so die Überlieferung – das erste helle, untergärige Lagerbier der Welt braute. Für damalige Zeiten etwas Besonderes. Denn Bier war üblicherweise dunkel und, da kaum ein Brauer eine adäquate Kühlmöglichkeit hatte, meist obergärig. Der Schwechater Braumeister aber legte einen Eiskeller an, stellte mit Hilfe englischer Technologien ein relativ helles Malz her – und wurde mit dem Wiener Biertyp zu einem der erfolgreichsten Brauherren seiner Zeit. Heute fällt das Wiener Lager unter den hellen Bieren durch seine eher kräftige Kupfer-Bernsteinfarbe auf sowie durch dezente Röstaromen und Biss. Ein definierter Malzkörper wird von gut eingebundenen Hopfenaromen unterstützt, das Bier sollte erfrischend und ausgewogen sein. All das macht das Wiener Lager – wen wundert’s? – zu einem herrlichen Begleiter für Klassiker der Wiener Küche. In den letzten Jahren wurde der Stil aus dem Dornröschenschlaf geweckt und neu interpretiert.
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