Der Gemischte Satz hat in Wien den Trend zum reinsortigen Ausbau überlebt – und erfreut sich noch nie da gewesener Beliebtheit.

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Der Wiener Gemischte Satz erlebt zurzeit einen schier unaufhaltsamen Höhenflug und erfreut sich einer gewaltigen Nachfrage, die kaum zu befriedigen ist. Nachdem die New Yorker Gourmetszene den Grünen Veltliner als vielseitigen Speisenbegleiter schätzen gelernt hat, ist es nun der Gemischte Satz, der als Trendwein immer mehr Anhänger findet. Durch den Erfolg des Wiener Gemischten Satzes haben sich auch in den österreichischen Bundesländern zahlreiche Nachahmer gefunden. Laut EU-Verordnung darf kein anderes Land der Union den Begriff »Gemischter Satz« führen. Noch konkreter ist der »Wiener Gemischte Satz« geschützt, dessen Anbau- und Verarbeitungskriterien im Weingesetz genau geregelt sind. Vereinfacht gesagt muss es sich um weißen Qualitätswein handeln, der zu 100 Prozent in Wien gewachsen ist und aus mindes­tens drei Rebsorten besteht, die gemeinsam ­gelesen werden. Sogar die Slow-Food-­Familie wacht mütterlich über den tradi­tionellen Wein und hat ihn als Presidio-­Projekt als besonders schützenswert deklariert.

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