Die legendäre »Pallweber« Savonette Taschenuhr mit mechanisch-digitaler Anzeige (1886).

Wir gratulieren! 150 Jahre IWC

Alexander Linz, 21.05.2018

Meilensteine der Geschichte der Schaffhauser Chronometer-Manufaktur, die im Jahr 1868 von einem US-Amerikaner gegründet wurde.

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Nachdem der amerikanische Uhrmacher Florentine Ariosto Jones 1868 die International Watch Company gründete, begann er hochwertige Taschenuhrwerke für seinen Heimatmarkt zu bauen. Jones schafft eine moderne Produktionsinfrastruktur für die Herstellung von über 10.000 Uhrwerken im Jahr. Die Jones-Kaliber folgen einer für damalige Verhältnisse modernen Plattformstrategie, wobei das »Pattern H« Anfang der 1870er-Jahre die höchste Qualitätsstufe darstellt. 1880 kauft die Schaffhauser Industriellenfamilie Rauschenbach das komplette Unternehmen und beginnt damit die Uhren weltweit zu verkaufen. Das neue Management sorgt für eine weitere Verbesserung der Fertigungsprozesse und die Konstruktion von neuen Uhrwerken. Unter Johannes Rauschenbach-Schenk stellt IWC ab 1884 die ersten Pallweber-Taschenuhren mit digitaler Anzeige der Stunden und Minuten her. In der ersten Hälfte der 1890er-Jahre werden rund 20.000 Stück der zeigerlosen Uhren produziert. Quellen belegen, dass die IWC bereits 1899 erste in Schaffhausen hergestellte Armbanduhren verkauft hat. Dafür bauen die Uhrmacher das Damen-Taschenuhrwerk Kaliber »64« in ein zierliches Gehäuse mit aufgelöteten Bandanschlüssen ein. Die Fliegerei ist noch jung als Generaldirektor Ernst Jakob Homberger im Jahre 1936 die Spezialuhr für Piloten, Ref. »IW436« vorstellt. In der Pionierzeit der Fliegerei verwenden die meisten Piloten damals noch Taschenuhren. Motor des Zeitmessers mit antimagnetischer Hemmung ist das Kaliber »83«. Die Uhr mit schwarzem Zifferblatt, großen Leuchtziffern und Leuchtzeigern funktioniert zuverlässig bei Temperaturen von minus 40 bis plus 40 Grad. Das war bei den offenen oder ungeheizten Cockpits der damaligen Flugzeuge nicht ganz unwichtig.

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