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FALSTAFF: Wie oft kommt man als Koch aus Wien überhaupt nach Tirol? Lukas Mraz: Viel zu selten, dabei bin ich ziemlich begeisterter Snowboarder. Aber seit Kurzem hab ich noch einen Grund mehr. Mit Thomas Kluckner und Waal Sterneberg haben zwei Uralt-Freunde aus meiner Zeit im »De Librije« bei Jonnie Boer in den Niederlanden gemeinsam ein Tiroler Wirtshaus übernommen. Und so, wie der Thomas kocht, muss man einfach bei ihm einkehren. Was ist das für ein Lokal? Das »Zomm im Meilerhof« bei Seefeld ist eigentlich ein total traditionelles Tiroler Wirtshaus, wie es sie kaum noch gibt. »Zomm« ist, schätz ich einmal, Tiroler Dialekt für »Zusammen«, aber so genau kenn ich mich da auch nicht aus. Jedenfalls kochen die zwei eine total ehrliche, regionale Küche. Thomas ist, muss ich leider sagen, einer der besten Köche im Land. Wenn der eine gefüllte Kalbsbrust macht, ein Gulasch, ein Beuschel oder sonst einen Klassiker, der überall anders schiefgeht, dann werde ich echt andächtig. Solche klassischen Sachen gibt es dort. Wer will, bekommt aber genauso ein mehrgängiges Menü. Das klingt nach urtypisch österreichischer Küche. Ja, genau das will man ja nach einem Tag im Schnee, oder? Der Presskopf dort ist zum Niederknien, genauso das Grillkotelette. Wo gibt es das noch so, dass man es essen will?
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