Viel Lärm um Nichts am Teller.

8 Euro für einen leeren Teller: Symptom einer verschleppten Preiskrise

Maximilian Tröstl, Redaktion, 22.08.2024

Eine Restaurantrechnung schlug große Wellen: Für einen leeren Teller wurden von einem Kärntner Wirten acht Euro verrechnet. Der Gastronom rechtfertigt den Aufpreis mit dem verbundenen Aufwand, Branchenvertreter stellen sich hinter ihn und sprechen von einer längst überfälligen Rechnung: »Wir sind Gastgeber, aber auch wir haben nichts zu verschenken.« Doch was, wenn aus leeren Tellern leere Tische werden?

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Am Wörthersee sorgte Mitte August eine auf Facebook geteilte Rechnung eines Fine-Dining-Restaurants für hitzige Diskussionen. Auf seinem followerstarken Account ärgerte sich der Gast über einen »Räuberteller«, der ihm verrechnet wurde. Dabei handelte es sich nicht um eine Speise aus dem Menü »Für die kleinen Gäste«, sondern einen leeren Teller, den der Restaurantbesucher zum Teilen einer Vorspeise bestellt hatte. Kostenpunkt: 8 Euro. Das Wort »Räuberteller« ging schnell viral und sorgte in Zeiten der spürbaren Preissteigerung in der Gastronomie wenig überraschend für Empörung. Die Bereitschaft der Gäste für Zusatzleistungen in die Tasche zu greifen ist angesichts massiver Preisanstiege in den vergangenen Jahren klein, demgegenüber steht der Kostendruck in den Wirtsküchen – und der ist aktuell sehr groß, auch in der gehobenen Gastronomie.

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