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Alexander Herrmann gibt gern weitschweifige Antworten auf simple Fragen, wie zum Beispiel, was es mit der Wandfarbe in seinem Gourmetrestaurant auf sich hat. Das ist erstaunlich, weil viel beschäftigte Leute wie er in der Regel ziemlich kurz angebunden sind. Gleichzeitig ist es kein Wunder. Schließlich ist Herrmann ein absoluter Medienprofi. Aus diesem Grund versieht der 53-jährige Spitzenkoch jede seiner Antworten mit einer ausgeklügelten Spannungskurve, ähnlich einem Shakespeare-Stück, weshalb man sich seinen Anekdoten auch nicht entziehen kann. Die mit der Wandfarbe geht so: »Die Architektin wollte Grün. Das ging für mich aber gar nicht, weil Grün mich an Tine Wittler erinnert, die in ›Einsatz in 4 Wänden‹ immer alles grün gestrichen hat.« Blau wäre zu viel gewesen, sagt er. »Weil unsere Arbeitsbekleidung schon blau ist.« Es klingt nach einem unlösbaren Dilemma.
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