Ana Roš ist stark beeinflusst von der Natur ihrer Heimat, den Julischen Alpen in Slowenien. Im aktuellen Menü serviert sie mitunter frittierten Löwenzahn.

Alpine Küche: Vorreiter in der Gourmetwelt

Benjamin Herzog, 07.11.2019

Wer die Alpen als das begreift, was sie sind – das wichtigste Bergmassiv Europas zwischen der Côte d’Azur und Wien –, merkt, dass die alpine Küche längst eine Vorreiterrolle in der Gourmetwelt eingenommen hat.

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Was haben Ana Roš, Mauro Colagreco und Massimo Bottura gemeinsam? Alle drei sind erstklassige Köche und derzeit in aller Munde. Im übertragenen Sinne wenigstens. Am wichtigsten und überraschendsten aber: Sie alle sind mehr oder weniger von den Alpen beeinflusst. Ana Roš’ Restaurant «Hiša Franko» befindet sich im Ort Kobarid in den Julischen Alpen, wenige Kilometer von der italienischen Grenze entfernt. Unweit von hochalpinen Weideplätzen und dem smaragdfarbigen Fluss Socˇa, entwickelte sie eine Küche, die eng verbunden ist mit den Traditionen und der Natur zwischen den Bergen und dem Meer. Roš serviert ihren Gästen, was die Natur in ihrer Region in der jeweiligen Jahreszeit zu bieten hat. Kräuter und Früchte spielen in dem Lokal genauso eine tragende Rolle wie Fisch aus den sauberen Gewässern oder der erstklassige Käse aus der Region, den Roš’ Mann Valter gemeinsam mit slowenischen Naturweinen nicht nur kredenzt, sondern selber zur Perfektion reift. Zu den berühmtesten Gerichten von Roš gehören sicher ihre Ravioli – kleine Kunstwerke, etwa verfeinert mit Liebstöckel und serviert mit regionalen Pilzen – wenn diese gerade Saison haben natürlich.

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