Omas Küche ist wieder gefragt – und natürlich ­unerreicht, denn kein Koch kann gegen Erinnerungen ­bestehen. Na ja, fast keiner.

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Bei meiner Grossmutter Rosa, die für mich meine Omama war, sass ich oft in der grossen Beizenküche am langen Tisch, fasziniert von den Düften, die da aus den Töpfen vom Holzherd kamen. Sie war eine bescheidene Frau, mit feinem Humor, ihrer Zeit voraus, interessiert, liebevoll und eine grossartige Köchin. 1895 geboren, war sie mit vielen alten Rezepten vertraut, die mich faszinierten. Tricksen konnte sie auch, kam bei ihr doch nicht Kalbskopf, sondern »Tête de veau« auf den Tisch, was ich schon als Knirps liebte, ohne zu wissen, was ich da ­eigentlich ass.

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