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Nach den starken Frostausfällen im Jahr zuvor wurde die Schweiz 2018 von einer wahren Hitzewelle heimgesucht. Es wurde der drittwärmste Sommer seit Messbeginn im Jahr 1864 verzeichnet. Nur der legendäre Hitzesommer im Jahr 2003 und der im Jahr 2015 waren noch wärmer. Zudem lag der Regendurchschnitt 37 Prozent unter dem der Jahre 1981 bis 2010, vermeldete Meteo Schweiz. Überall im Land mussten Winzer zum Teil bewässeren um die Vegetation am Laufen zu halten. Lediglich die Tessiner Winzer konnten dank ausreichender Regenfälle im Frühjahr durchatmen, da die Wasserreseven auf natürlich Art und Weise aufgefüllt wurden. Einige Tessiner Winzer wurden jedoch vom Hagel heimgesucht, einer der sehr wenigen Wermutstropfen des Jahrgangs 2018. In der Deutschschweiz verdoppelte sich die Erntemenge im Vergleich zum Vorjahr – eine Wohltat nach den eingangs erwähnten, grossen Ausfällen im Jahr 2017, die manch einen Winzer fast die Existenz kosteten. Im Kanton Waadt spricht man von knapp 30 Millionen Litern Most, die 2018 produziert wurden. Davon sind 72,3 Prozent Weisswein. Dank fast perfekten Wetterbedingungen und der daraus resultierenden nahezu perfekten Reife, spricht man in der Region von einem grossen Jahrgang. Im Zehnjahresmittel liegt der Jahrgang 2018 schweizweit deutlich über dem Durchschnitt, was die Erntemenge betrifft. Dank der hohen Temperaturen reiften vor allem die roten Sorten landesweit perfekt aus. Gleichzeitig aber führten die klimatischen Bedingungen in manchen Regionen dazu, dass die Winzer mit allzu viel Zucker und hohen Alkoholgraden zu kämpfen hatten. Einmal mehr war der Lesezeitpunkt besonders schwer zu bestimmen. Die grösste Herausforerung in diesem besondern Jahr für die Winzer. Vom Waadt über das Wallis bis hin zum Bündnerland und Tessin, zeigen sich die Winzer begeistert von der diesjährigen Traubenqualität und Erntemenge. Sie sprechen von einem Jahrgang, der von perfekt gereiften Trauben und viel Sonne im Glas gezeichnet sein wird. Es bleibt spannend, was die Winzer aus den guten Bedingungen machen, denn oftmals sind es doch die schwierigeren Jahre, die langfristig gesehen die interessanteren Weine hervorbringen.
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