Mit seinen muskelgestählten, tätowierten Armen erfüllt der 45-jährige Assaf Granit schon allein optisch nicht die Vorstellung von einem typischen Sternekoch.

Assaf Granit: 30 Sekunden für ein Lächeln

Sebastian Späth, 19.12.2023

Assaf Granit hat fast alles erreicht, wovon ein Koch träumen kann. In seinen Restaurants zelebriert der Israeli die Lebenslust und verbindet jüdische Tradition mit internationaler Küche. Seine fehlende Ausbildung betrachtet er als Schlüssel zu diesem Erfolg.

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In Israel kann Assaf Granit nicht unerkannt über die Straße gehen. Er ist dort ein Star mit eigenen Fernsehshows und lukrativen Werbeverträgen, der Autogramme schreiben und für Selfies posieren muss. Den Grundstein für seinen Erfolg hat Granit in Jerusalem gelegt, seiner Heimatstadt. Im modernen Westen der israelischen Hauptstadt betreibt der Koch eines der populärsten Restaurants des Landes: das »Machneyuda«, benannt nach dem berühmten Lebensmittelmarkt, der nur eine Straßenecke entfernt liegt. Die Stimmung in dem zweigeschossigen Lokal ist vibrierend und frenetisch, die Musik schon mittags so laut wie auf einer Party. Die Tische stehen dicht an dicht und bieten Sicht auf das wilde Treiben in der offenen Küche.

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