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In diesen Tagen jährt es sich genau zum hundertsten Mal, dass der Müller-Thurgau nach Deutschland kam. Oder um genau zu sein: dass er nach Deutschland zurückkam. Denn Professor Hermann Müller, gebürtig aus dem Ort Tägerwilen im Schweizer Kanton Thurgau, lehrte in Geisenheim im Rheingau, als er 1882 jene Versuche begann, aus denen schließlich die nach ihm benannte Rebsorte hervorgehen sollte. Als Müller 1891 einen Ruf bekam, in der Schweiz eine Forschungsanstalt aufzubauen, nahm er die Stecklinge mit nach Wädenswil an den Zürichsee. Deren züchterische Weiterbearbeitung und Vermehrung fand schließlich am Schweizer Ufer des Bodensees ihre Heimat, in der landwirtschaftlichen Schule Arenenberg, nicht weit entfernt von Müllers Geburtsort.
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