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Als vor mehr als 11.000 Jahren umherziehende Gruppen von Sammlern und Jägern in das Tal von Tehuacán im mexikanischen Hochland vordrangen, waren sie – wir können nur mutmaßen – wohl überrascht von der pikanten Schärfe der bunten Früchte, die sie von den Sträuchern pflückten. Und dennoch dürften schon die Menschen der Jungsteinzeit die Vorzüge der Chilipflanze rasch zu schätzen gelernt haben. Als die Stämme sesshaft wurden, begannen sie – das legen prähistorische Samenfunde in den Höhlen des Tehuacán-Tals nahe –, die Chilis gezielt zu kultivieren. Und legten damit den Grundstein für eine kulinarische Erfolgsgeschichte. Mexiko wurde zur Wiege der Chili und ist es bis heute geblieben, vor allem aus Sicht echter Aficionados. Anders als etwa in den benachbarten USA, in denen immer neue und vor allem immer schärfere Chili-Sorten gezielt gezüchtet werden, finden sich in Mexiko bis heute autochtone, ursprüngliche Sorten mit wesentlich komplexeren und vielfältigeren Aromen.
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