Cuvées sind in allen Landesteilen der Schweiz zu finden, auch in der Genfersee-Region, hier bei Nyon.

Cuvéekönner: Im Rebberg vereint

03.06.2020

Auf der Suche nach den besten Rotweincuvées der Schweiz hat Falstaff eine Entdeckung gemacht. Der Gemischte Satz erlebt hierzulande eine Renaissance, die bis anhin im Stillen verlaufen ist.

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Über acht Generationen hinweg war der Dézaley Rouge «Le Treillant» immer derselbe. Ein Rotwein aus den Sorten Pinot Noir, Gamay, Cabernet Franc, Merlot und Syrah. Der Wein, der zu den besten bei der Falstaff-Trophy zum Thema Rotweincuvées gehört, wird seit jeher gleich produziert. Die verschiedenen Sorten werden nicht etwa erst nach der Gärung, sondern schon im Rebberg als Trauben vereint, ja sogar gemeinsam in den Parzellen angepflanzt und geerntet. Blaise Duboux, der Waadtländer Winzer hinter dem «Le Treil­lant», spricht in diesem Zusammenhang von Complantation, auf Deutsch könnte man den französischen Begriff als «Zusammenpflanzung» übersetzen, was auf der ­internationalen Weinbühne wiederum ein Field Blend wäre und im deutschen Sprachraum als Gemischter Satz bekannt ist. Alles Bezeichnungen für dieselbe Sache, nämlich mehrere Rebsorten in einer Parzelle gemeinsam angepflanzt, gemeinsam geerntet und zu einem Wein verarbeitet – also eine Cuvée, die im Weinberg entsteht.

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