Dem Wermut haben wir Cocktail-Klassiker wie «Martini» oder «Negroni» zu verdanken. Nach einer langen Durststrecke bekommt er nun seine zweite Chance.

Das Comeback des Wermut

Peter Eichhorn, 21.06.2018

Der mit Kräutern, Früchten und Gewürzen versetzte Wein hat sein Tief überwunden und darf zurück ins Cocktail-Glas. Eine neue Generation an Produzenten interpretiert den vielfältigen Drink neu.

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Die flüssige Zutat der Saison? Für viele Bartender an unseren Top-Tresen lautet die eindeutige Antwort: Wermut natürlich! Aus zahlreichen Cocktail-Klassikern ist diese Spezialität nicht wegzudenken, schliesslich bringt sie eine pfiffige und komplexe Frucht-Würz-Note in Drinks. Eine neue Generation von Produzenten interpretiert den aromatisierten und aufgespriteten Wein neu und schafft so eine bemerkenswerte Bandbreite von süss bis trocken, von fein-aromatisch bis kraftvoll-würzig. Wolfgang Bogner aus der Zürcher «Tales Bar» kennt die alpenländische Aperitif­kultur aus dem Effeff und beobachtet den wachsenden Stellenwert, den Wermut in ihr gewinnt: «Wermut hat sich in der letzten Zeit schlagartig entwickelt. Aus allen Ecken kommt ein neuer Wermut, und jeder möchte ein Stück vom Kuchen abhaben. Aber im Vergleich zu Gin reden wir bei Wermut doch eher über einen kleinen Muffin. Die neue Vielfalt an Wermut bereichert aber auf jeden Fall die Bars und trägt dazu bei, Drinks zu hinterfragen oder neu auszu­probieren.»

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