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Braucht man die Amerikaner, um gutes Bier zu brauen? Nein, nicht unbedingt. Wobei ein Blick über den grossen Teich durchaus Impulse für verschlafene Biermärkte bringen kann. Kommt halt darauf an, was man daraus macht. Und die Schweizer Brauer sind da gut aufgestellt. Waren sie eigentlich schon immer – auch wenn die Schweizer Bierszene traditionell auf Importe angewiesen ist. Beim Malz sowieso: Schon in den 1920er-Jahren hatte der Malzimport aus Tschechien derartige Bedeutung, dass man sich unter anderem auf eine Handelsklausel einigte, nach der in der Schweiz nur tschechische Biere als «Pilsner» verkauft werden dürfen. Dass daher so manches Helle oder Spezial eine deutliche Pilsnote hat, darf daher nicht verwundern. Zum anderen gibt es beachtliche Bierimporte, die den Schweizer Geschmack mitgeprägt haben. Lagen die Bierimporte vor 40 Jahren bei für damalige Zeiten beachtlichen 5,8 Prozent, so sind sie im Vorjahr auf 25,7 Prozent gestiegen. Das färbt auf die Gewohnheiten der Biertrinker ab – es spornt aber auch die Brauer an.
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